Gesundheit

„Gesundheit ist ein Zustand von körperlichem, seelischem und sozialem Wohlbefinden.“ (HBEP S.60)

 

Gedanken zu den Themen: Ernährung, Eigenwahrnehmung, Gesundheit, Hygiene, Sicherheit, Schutz und Sexualität.

 

Eine Besonderheit unserer Ganztagsbetreuung ist es, dass unsere Speisen von einer qualifizierten Köchin täglich frisch zubereitet werden. 

Dafür werden regionale Anbieter bevorzugt und Wünsche der Kinder berücksichtigt.

Wir ermutigen die Kinder, achtsam zu essen und zu schmecken, Essen als Genuss zu erleben und ein Bewusstsein für gesunde Nahrungsmittel zu entwickeln. Dabei lernen sie, die Anzeichen von Sättigung wahrzunehmen und entsprechend zu reagieren.

Dafür schaffen wir eine entspannte, gepflegte Essenssituation, die es den Kindern leicht macht, Tischmanieren zu erlernen und die gemeinsame Mahlzeit als Pflege sozialer Beziehungen zu verstehen. In diesem Zusammenhang verbietet sich ein Zwang zum Aufessen von selbst.

Das regelmäßige Händewaschen, vor und nach den Mahlzeiten oder dem Toilettengang, vermittelt Basiskompetenzen im Bereich Hygiene und Körperpflege und schützt präventiv vor ansteckenden Krankheiten.

Wir unterstützen die Kinder darin, ein Bewusstsein für ihre persönliche Intimsphäre zu entwickeln und einen selbstbewussten, unbefangenen Umgang mit ihrem Körper zu erwerben.

Ziel ist, die Eigenwahrnehmung zu fördern, indem man die Kinder ermutigt zu spüren, was sich gut oder nicht gut anfühlt und dies auch zu benennen.

Ist dies gelungen, können Kinder Gefahrenquellen besser erkennen und einschätzen, z. B. auch im Straßenverkehr. Das Aneignen von angemessenen Verhaltensweisen schützt und beugt Gefahrensituationen vor.

   

Bewegung und Sport

„Kinder haben einen natürlichen Drang und eine Freude daran, sich zu bewegen. Die motorische Entwicklung ist für die Gesamtentwicklung eines Kindes von unerlässlicher Bedeutung.“ (HBEP S.62)

 

 

 

 

 

Durch Bewegung erfahren Kinder ein positives Körperbewusstsein und schulen ihre motorischen und koordinativen Fähigkeiten. Sie erfahren Anspannung und Entspannung, erleben Ausgeglichenheit und lernen ihre Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Sie entwickeln Fähigkeiten wie Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit. Sie lernen ihre Grenzen zu erkennen und diese zu erweitern. Zusätzlich erleben sie, dass Freude an gemeinsamer Bewegung Teamgeist, Rücksichtnahme und Fairness erfahrbar macht.

Durch die selbst erlebten Sinneserfahrungen verbessert sich die bewusste Wahrnehmung.

Bewegung fördert eine Reihe kognitiver Kompetenzen, was sich wiederum bedeutsam auf die sprachliche und soziale Entwicklung des Kindes auswirkt.

In der Ganztagsbetreuung Apfelbaum besteht die Möglichkeit Gruppenräume und Flure, je nach angebotener Aktivität zu nutzen. Dies können Matten zum Toben und Hüpfen sein oder beispielsweise eine kleine Treppe aus Hockern zum Balancieren.

In unmittelbarer Nähe zur Einrichtung befindet sich ein städtischer Spielplatz, ein Fußballplatz und ein kleiner Bachlauf. Nach einem Fußweg von ca. 15 Minuten findet man große Wiesen mit angrenzendem Wald und einem kleinen Bach.

Bei schlechtem Wetter steht den Gruppen das Dorfgemeinschaftshaus für angeleitete Turnangebote zur Verfügung.

 


 

Waldtage

„Vor dem Hintergrund der globalen, ökologischen Krise gewinnt ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen immer mehr an Bedeutung. Umweltbildung und –erziehung leisten dazu einen wesentlichen Beitrag.“ (HBEP S. 85)

 

Beim Spielen in der Wildnis gelten nicht die Regeln des Wettbewerbs. Die Natur fördert Kreativität und Fantasie. Abenteuer, die Kinder draußen erleben, werden zu unvergesslichen Erinnerungen.

Regelmäßig gehen die Kinder der Ü3 Gruppe in den Wald, wo sich ein selbstgebautes Tipi befindet und Streifzüge unternommen werden, um die Natur mit ihren Tieren und Schätzen zu entdecken. Manchmal dürfen auch einige der jüngeren Kinder am Waldabenteuer teilnehmen. Dabei können sie, im Sinne eines fließenden Übergangs, ihre künftigen Spielkameraden kennenlernen und Naturerfahrungen sammeln. Im Wald gehen die Kinder und ihre Betreuer auf Spurensuche, lauschen den Stimmen des Waldes, bauen Wurzlihöhlen, beobachten Tiere, bestimmen Pflanzen, frühstücken im Tipi …….und vieles mehr.

Wer in der Kindheit die Natur intensiv erfahren hat, wird sie später schätzen und schützen!

 

 

Frühkindliche Sexualerziehung

Es gibt Unterschiede zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität. Die kindliche Sexualität bezieht sich zum Beispiel auf den Wunsch nach Nähe und Geborgenheit. Die erwachsenen Sexualität ist eher zielgerichtet und beziehungsorientiert. Wir möchten den Kindern zu körperlicher

Sicherheit und einem positiven Körpergefühl verhelfen, indem wir zum Beispiel Fragen der Kinder altersgemäß beantworten und durch eine geschützte und liebevolle Atmosphäre Experimentierfreude und Erlebnisse rund um den Körper und die Sinne fördern. Wir unterstützen die Kinder dabei „Nein!“ zu sagen und sich eigene Grenzen zu setzen. Außerdem besprechen wir mit ihnen themenbezogene Regeln.

 

„Sexualfreundliche Erziehung ist auch soziale Erziehung und trägt zum Erlernen partnerschaflichen Verhaltens bei. Nur wenn ein Kind sich selbst, seinen Körper und seine Grenzen kennt ist es in der Lage auch die Grenzen anderer zu respektieren. Unsere Kinder sollen daher lernen, achtsam und rücksichtsvoll miteinander umzugehen.“

Zitat: Herrn Dr. Timmermanns (Pädagoge und Dozent an der pädagogischen Akademie Elisabethenstift)

 

 

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