Unser Alltag in der Ganztagsbetreuung Apfelbaum

„Bildung im Kindesalter gestaltet sich als sozialer ko-kontruktiver Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen.“

(HBEP S.21)

 

Der Tag im Haus Apfelbaum beginnt in den Räumen der jüngsten Kinder, zunächst für die früh (vor 8 Uhr) ankommenden  Kinder gemeinsam. Hier wird begrüßt, erzählt und bei Bedarf auch getröstet. In der integrierten Kuschelecke kann auch noch gedöst oder ein bisschen geschlafen werden. Ab ca. 8 Uhr verlassen die älteren Kinder mit ihren Betreuer/innen die Räumlichkeiten um ihren eigenen Gruppenraum aufzusuchen. Die im Alter mittlere Gruppe bleibt im gleichen Stockwerk, die Ältesten gehen die Treppe hoch ins Dachgeschoss. Die Gruppenräume und ihre Ausstattung orientiert sich eng an den Bedürfnissen der Kinder. Sitzmöbel gibt es beispielsweise in unterschiedlichen Höhen. In den Krippengruppen ist viel Platz zum Krabbeln und zum Spiel auf dem Boden, in der klassischen Kindergartengruppe zusätzlich mehr Tische für Regelspiele und kreative Angebote.

Das Bereitstellen einer geeigneten, altersgerechten Lernumgebung ist signifikant für den Verlauf des Vormittags. Wo die Jüngsten noch gemeinsam frühstücken, können die älteren Kinder schon den Zeitpunkt in einem gewissen Rahmen wählen, selbst Tee einschenken, Brot schmieren usw. Der Vormittag verläuft den Bedürfnissen und Interessen der Kinder entsprechend und endet häufig an der frischen Luft, auf dem Spielplatz oder beim Spaziergang. Davor wird gebaut, gemalt, gespielt und vorgelesen im Bewusstsein, dass der wesentliche Faktor für die Konstruktion von Wissen in der Interaktion mit anderen liegt. Bei den ältesten Kindern sind regelmäßige Außenaktionen, wie Waldtage, Besuche der Grundschule, Einkäufe und Ähnliches in den Alltag integriert um ihr Bild unserer Welt zu erweitern. Lebenspraktische Übungen sind unverzichtbar und in allen Gruppen, dem Alter angemessen, ein wichtiger Teil des Tages. Dafür messen wir dem freien Spiel, das auch nach dem gruppeninternen gemeinsamen Mittagessen und der optionalen Mittagsruhe, überwiegend stattfindet, eine zentrale Bedeutung bei. Im Verlauf des Nachmittags und der Abholphase, werden die Gruppen im oberen Stockwerk zusammengefasst. Dort lernen dann auch die Jüngsten schon Räumlichkeiten und Spielmaterialien der Großen kennen.

Die Übergänge von Gruppe zu Gruppe orientieren sich nicht an starren Altersgrenzen, sondern am Entwicklungsstand der Kinder. Durch Besuche in der nächsten Gruppe (oder in der Schule) und gemeinsam gelebtem Alltag, z.B. auf dem Spielplatz sind die Kinder gut auf ihre neue Lebensphase vorbereitet. Gespräche zwischen den Eltern und den Bezugserziehern und den pädagogischen Kollegen untereinander bilden hierfür eine solide Basis.


 

 

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